Ortsplanung und Landschaftsschutz

Die Eckpunkte für ökologische Ortsplanung haben sich seit der letzten Legislaturperiode nicht verändert. So wird die Ortsplanung in Gettorf weiterhin von drei Faktoren geprägt sein:

  • dem immer größer werdenden Anteil an älteren Menschen, die möglichst lange ohne Pflege in den eigenen Wohnungen leben wollen,
  • der Knappheit an konventioneller Energie (Erhöhung der Strom-, Heiz- und Benzinkosten) und
  • von den sich abzeichnenden Auswirkungen des Klimawandels (hier: heftige Starkregenfälle im Wechsel mit Trockenheit).

Wir wollen die Siedlungspolitik darauf ausrichten, dass ein wohnortnahes Arbeiten und Einkaufen möglich ist und dass die Freizeitgestaltung (Kulturveranstaltungen, Naherholung) ohne Autoverkehr erfolgen kann. Für die Erhaltung der Lebensqualität und für die ökologische Vielfalt mit durchgrünten Gebieten sind der Flächenverbrauch und die Bodenversiegelung so gering wie möglich zu halten.

Für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bedeutet das:

  1. Weniger Einfamilien- und Doppelhäuser in neuen Baugebieten, sondern mehr altengerechte Sozial- und Mietwohnungen sowie Förderung des Mehrgenerationen-Wohnens.
  2. Keine Ausweisung von Wohnbaugebieten im Gettorfer Randbereich, sondern Konzentration auf die zentrumsnahen Flächen sowie Lückenbebauung und eine nachträgliche Verdichtung der Wohngebiete.
  3. Geringe Versiegelung der Grundstücke, dadurch Entlastung des Regenwasser-Kanalnetzes. Regenwasserversickerung sowie Dachbegrünung (z. B. bei Carports) stärker fördern.
  4. Bessere Information über die Bepflanzung der Grundstücke mit einheimischen Arten.
  5. Naturnahe, gewachsene Landschaftselemente wie Knicks oder Ufer von z. B. Entwässerungsgräben nicht mehr als „natürliche“ Grundstücksgrenze bei Neubauten zulassen, da eine fachgerechte Pflege nicht gewährleistet ist.
  6. Beibehaltung und Schaffung von naturnahen Landschaftsteilen: Ausgleichsflächen für Baumaßnahmen nur im Gettorfer Gebiet neu anlegen und für eine langfristige sachgemäße Pflege Sorge tragen.

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat sich zum Ende der vorletzten Legislaturperiode intensiv darum bemüht, den von der damaligen CDU-Mehrheitsfraktion geplanten Verbrauchermarkt auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei Krayenhagen zu verhindern, um an dieser Stelle Mehrgenerationen-Wohnen mit entsprechender Außenraumgestaltung anzusiedeln. Leider haben wir hierfür keine Mehrheiten gefunden. Die von der CDU damals behauptete positive Auswirkungen für die Geschäfte in der Fußgängerzone haben sich nicht eingestellt. Wir werden uns auch in Zukunft weiter dafür einsetzen, die verbliebenen Möglichkeiten für zentrumsnahes altengerechtes Wohnen umzusetzen.