Wahlprogramm 2018–2023

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Gute Grün(d)e für Gettorf

 

Unser Wahlprogramm für Gettorf

Die Entwicklung von Gettorf wird unmittelbar von den Entscheidungen bestimmt, die in der Kommunalpolitik getroffen werden. Die politischen Gremien stellen die Weichen dafür, dass die Umwelt lebenswert bleibt, dass es genug Plätze in Krippen und Kitas gibt oder dass bezahlbarer Wohnraum für alle entsteht.

Die Grünen setzen für Gettorf für die kommenden Jahre diese politischen Schwerpunkte:

  1. Naturschutz und biologische Vielfalt
  2. Ortsentwicklung und Mobilität
  3. Gerechtigkeit und Solidarität
  4. Lebensqualität und Wirtschaftsentwicklung

„Grün wirkt.“ – das haben wir in den vergangenen drei Legislaturperioden bewiesen. Gettorfs Kommunalpolitik ist mit uns vielfältiger, bunter und näher an den Menschen. Darum setzen wir uns für biologische Vielfalt in Gettorf und besonders auf den öffentlichen Grünflächen ein. Wildblumenwiesen statt Einöde mit Rasen und Steinen – dafür machen wir uns stark. Das innerörtliche Grün trägt wesentlich zur Aufent­halts­qualität und zur biologischen Vielfalt in unserer Gemeinde bei. Gettorfs Wachstum braucht dringend eine Atempause. Die rasante Entwicklung der vergangenen Jahre hat die Infrastruktur, besonders spürbar bei Schulen und Kinderbetreuung, an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit geführt – manchmal sogar darüber hinaus.

Für die Gestaltung der Zukunft braucht Gettorf verlässliche Daten, um den veralteten Ortsentwicklungsplan sowie den Flächennutzungsplan und den Landschaftsplan anzupassen, um die Grundlagen für eine nachhaltige Entwicklung zu schärfen. Dazu gehört auch eine Infrastruktur, die allen Menschen die Chance gibt, fair und gleichberechtigt am Verkehr teilzunehmen.

Naturschutz und biologische Vielfalt

Der Klimawandel ist eine der größten politischen Herausforderungen unserer Zeit. Wir sind die letzte Generation, die noch eine Chance hat, dieser Entwicklung die Stirn zu bieten. Wir brauchen jetzt aktiven Umweltschutz, der Biodiversität und Artenvielfalt erhält. Wir brauchen eine konsequent umgesetzte Energiewende, und wir brauchen eine Landwirtschaft, die Tierwohl und die Erhaltung unserer Umwelt fest im Blick behält. Echten Klimaschutz gibt es nur mit uns!

Für die folgenden Maßnahmen werden wir uns einsetzen:

  1. Förderung der Versorgung mit Fernwärme durch Kraft-Wärme-Kopplung oder sonstige regenerative Energieversorgung.
  2. Energetische Sanierung aller öffentlichen Gebäude.
  3. Errichtung von Photovoltaik-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden.

Bienen und andere Insekten tragen wesentlich zur Sicherung unserer Nahrungsgrundlagen und zum Erhalt unserer Kulturlandschaften bei. Die Bestäubungsleistung von Bienen, aber auch von anderen Insekten, ist zum Erhalt der Artenvielfalt und zur Ertragssteigerung von Kulturpflanzen unersetzlich. Wir brauchen sie dringend und wollen in Gettorf mit mehr Streuobstwiesen eine natürliche Grundlage schaffen. Bienenweiden und Wiesen für Hummeln können auch auf kleinen öffentlichen Flächen entstehen. Das Beispiel unserer Nachbargemeinde Eckernförde macht deutlich, wie selbst mit kleinen Blühstreifen entlang der Straßen neuer Lebensraum geschaffen werden kann.

Wo viele Menschen zusammenkommen, wie bei Flohmärkten und Festen auf der Straße, gibt es unweigerlich auch viel Müll. Gemeinsam mit Verantwortlichen der Veranstaltungen und Unternehmen wollen wir an praktikablen und umsetzbaren Lösungen (z. B. Pfandgeschirr) arbeiten, damit das Leben in Gettorf ebenso lebendig wie nachhaltig bleiben kann. Dazu gehört auch – wo möglich – der Verzicht auf Umverpackungen im Einzelhandel.

Wir setzen uns dafür ein, dass der vorgeschriebene Verzicht auf Streusalz im Winter­dienst auf öffentlichen und privaten Wegen und Plätzen – außer bei extremen Wetterlagen wie Blitzeis – eingehalten wird. Die Verwendung von Auftausalz hat zahlreiche Nachteile für die Umwelt. Der durch Schmelzwasser verursachte, übermäßige Eintrag von Natrium- und Chloridionen kann zu Verschlämmung und Verdichtung des Bodens führen. Gelangt das Auftausalz in Gewässer, schädigt es dort Flora und Fauna. Auftausalz greift auch die Vegetation an, besonders Linden, aber Ahorn, Rosskastanie, Roteichen und Fichten reagieren sehr empfindlich. Bei Haustieren schädigt Auftausalz in den Pfoten die empfindliche Haut der Zehenzwischenräume und führt zu Entzündungen.

Ortsentwicklung

Die rasante Entwicklung der vergangenen Jahre hat das Bild Gettorfs und seine Infrastruktur nachhaltig verändert. Die Bevölkerungszahl hat die im überholten Ortsentwicklungsplan definierte Zielmarke längst überschritten, der Flächen­nutzungsplan wird im Stückwerk-Verfahren fortgeschrieben, aber nicht weiter­entwickelt.

Die prägenden Faktoren der Eckpunkte für eine nachhaltige Ortsplanung wie zum Beispiel der überall sichtbare demografische Wandel haben sich dagegen nicht verändert: Der Anteil der Menschen, der selbstbestimmt und in Würde in eigenen vier Wänden alt werden möchten, wächst immer weiter. Ältere und Alleinstehende benötigen weniger Platz zum Leben und haben manchmal auch weniger Einkommen zur Verfügung. Das erhöht den Druck auf den Immobilienmarkt, der ohnehin von Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern dominiert wird.

Für Menschen, deren Platzbedürfnisse sinken oder die über weniger Einkommen verfügen, wird es also immer schwerer, in Gettorf ein bezahlbares Zuhause zu finden. Zur Gerechtigkeit gehört auch, dass sozial Schwächere sich ein Leben in Gettorf leisten können. Auch junge Menschen, die auf eigenen Füßen stehen oder nach Gettorf ziehen wollen, brauchen Mietwohnraum, der auch mit kleinerem Einkommen finanzierbar ist.

Wir wollen die Ortsentwicklung darauf ausrichten, dass wohnortnahes Arbeiten und Einkaufen verbunden werden und dass die Freizeitgestaltung (Kultur, Naherholung) möglichst mit umweltfreundlicher Mobilität erfolgen kann. Für die Erhaltung der Lebensqualität und für die ökologische Vielfalt mit durchgrünten Gebieten sind der Flächenverbrauch und die Bodenversiegelung so gering wie möglich zu halten.

Für uns bedeutet das:

  1. Vorerst keine Ausweisung neuer Wohngebiete in Gettorf. Zuerst sollten Flächen­nutzungs- und Landschaftsplan der Entwicklung der vergangenen Jahre angepasst werden. Wir setzen uns für einen Ortsentwicklungsplan ein, der unter Beteiligung der hier lebenden Menschen und anderer Fachleute erstellt wird.
  2. Eine Nachverdichtung im Bereich der Wohngebiete zugunsten bezahlbarer und altengerechter Mietwohnungen ist davon ausgenommen.
  3. Baugemeinschaften, die nachhaltige und gemeinwohlorientierte Projekte planen, verdienen unsere besondere Unterstützung. Besonderes Augenmerk gilt dabei Mehrgenerationenhäusern.
  4. Wir fordern eine geringe Versiegelung der Grundstücke, um dadurch das Regenwasser-Kanalnetz zu entlasten. Regenwasserversickerung sowie Dachbegrünung (z. B. bei Carports) sind stärker zu fördern und – wenn möglich – in Bebauungsplänen festzuschreiben.
  5. Gemeinsam mit Umweltverbänden und Initiativen ist gezielt über die Bepflan­zung der Grundstücke mit einheimischen Arten zu informieren. Und die Gemeinde soll ab 2019 einen Wettbewerb für naturnahe Gärten ausloben.
  6. Naturnahe, gewachsene Landschaftselemente wie Knicks oder Ufer von z. B. Entwässerungsgräben werden nicht mehr als „natürliche“ Grundstücksgrenzen bei Neubauten zugelassen, da eine fachgerechte Pflege nicht gewährleistet ist.
  7. Öffentliche Grünflächen sind unter fachlicher Anleitung so anzulegen, zu pflegen und zu erhalten, dass dort Lebensräume für Insekten, Vögel und andere Wildtiere entstehen.

Mobilität

Diskussionen um Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Luftverschmutzung spielten bislang offensichtlich eine untergeordnete Rolle für die Entwicklung des Verkehrs­systems in Gettorf. Es ist fast alles auf den motorisierten Individualverkehr ausgerichtet. Jetzt ist es allerhöchste Zeit, mehr Gleichberechtigung auf Gettorfs Straßen und Wegen und Plätzen zu schaffen. Dazu gehört es, Verkehrsarten wie Radfahren, zu Fuß gehen und den Öffentlichen Personennahverkehr (vor allem für Pendler*innen) attraktiver zu machen und, wenn möglich, besser zu vernetzen.

Auch für einen Ort wie Gettorf bleibt angesichts steigender Energiekosten und der wachsenden Belastung des Klimas und der Umwelt das Fahrrad ein herausragendes Verkehrsmittel. Fahrradfahren ist gesund, umweltfreundlich und macht mobil, verbraucht viel weniger öffentlichen Raum und schont auch noch den Geldbeutel. In Gettorf und Umgebung kann ein gesunder Mensch die meisten Strecken mit dem Fahrrad zurücklegen. Bäcker und Einkaufsmarkt sind fast überall in greifbarer Nähe und nennenswerte Steigungen haben in der norddeutschen Tiefebene bekannter­maßen Seltenheitswert. Das Fahrrad kann für viele zum alltäglichen Verkehrsmittel werden.

Für uns bedeutet das:

  1. Gettorf benötigt einen Masterplan Verkehr, in dem die innerörtlichen Verkehrsführungen für Rad- und Fußverkehr überprüft und an die Anforderungen der Straßenverkehrsordnung angepasst werden. Gegenstand des Masterplans sollten auch die Themenfelder Elektromobilität und Carsharing sein.
  2. Dort, wo kombinierte Rad- und Fußwege zu schmal (StVO) sind, ist die Benutzung der Straße für Radfahrer*innen frei zu geben. Die Verkehrsführung ist so zu optimieren, dass Rad- und Fußverkehr sowohl objektiv als auch subjektiv sicher sind. Das gilt besonders für die Schulwege.
  3. Abstellanlagen zum sicheren Anschließen der Fahrräder an festen Bügeln müssen errichtet werden: hauptsächlich am Bahnhof/ZOB und an den Eingängen zur Fußgängerzone.
  4. Gettorfer Schüler*innen sollen durch sichere Wege sowie Verkehrserziehung durch Schule und Polizei ermutigt werden, ihren Schulweg allein zurück zu legen. Das stärkt die Selbstständigkeit und das Bewusstsein für umweltfreundliche Mobilität. Weniger „Elterntaxis“ sorgen rund um unsere Schulen für mehr Sicherheit und weniger Belastung durch Abgase und Lärm.
  5. Die wachsende Zahl von älteren und mobilitätseingeschränkten Menschen macht es erforderlich, die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum zu überprüfen und anzupassen. Auch die versprochene Modernisierung des Bahnhofes muss genutzt werden, um diesen Aspekt dort auch im Umfeld umzusetzen.
  6. Gettorf nutzt gemeinsam mit dem Amt Dänischer Wohld seinen Einfluss in der wiederbelebten „Interkommunalen Arbeitsgemeinschaft Kiel und Umland“, um sich für bessere Verkehrsverbindungen einzusetzen. Dazu gehört ein Schnell­radweg von Gettorf in die Kieler Innenstadt ebenso wie die Forderung nach einem bezahlbaren ÖPNV-Angebot. Solange die Tarife im NAH.SH-Verbund teurer sind als die Nutzung des eigenen Autos, gibt es keine Mobilitätswende.
  7. Wir begrüßen die Absicht der Landesregierung, ein für ganz Schleswig-Holstein gültiges Semesterticket für Studierende zu schaffen. In Kiel Studierende müssen endlich auch bis Gettorf fahren können. Derzeit endet ihre Reichweite an der Haltestelle Manhagen.

Gerechtigkeit und Solidarität

Unser Ort verfügt über ein sehr breites Angebot für Menschen aller Altersklassen. Dazu gehört ebenso ein gutes Sportangebot wie die vielfältige Schullandschaft. Die Jugend ist durch den Jugendbeirat stärker in die Wahrnehmung der Gettorfer Kommunalpolitik gerückt. Besonders für junge Menschen gibt es noch Einiges zu verbessern:

  1. Das Interesse der Jugend an der (Kommunal-)Politik muss gestärkt werden. Die Gemeinde hat ein gutes Angebot an Jugendbeteiligung geschaffen, das es nun auszufüllen gilt. Denkbar wären gemeinsame Sitzungen von Ausschüssen und Gemeindevertretung mit dem Jugendbeirat. Dazu gehört eine Kooperation mit den Schulen, um diese Sitzungen vorzubereiten.
  2. Die Gemeinde sollte bedarfsorientiert wieder ein offenes Jugendangebot einrichten. Dafür ist die bestehende öffentliche Infrastruktur zu nutzen, auch um neue Formate wie z. B. ein Jugendcafé regelmäßig anzubieten. Die personellen Voraussetzungen für ein solches Angebot sind zu schaffen.
  3. Gettorf braucht aufsuchende Sozialarbeit, damit möglichst viele Kinder und Jugendliche erreicht werden, die in Problemlagen nicht mehr von Schulen und Eltern erreicht werden. Diese Jugendlichen brauchen – gerade nach der Schließung des „Haus der Jugend“ – eine Anlaufstelle bei persönlichen Problemen und eine vertrauenswürdige Person, die sie in schwierigen Situationen berät und unterstützt.

Bildung ist mehr als Schule. Für ein lebenslanges Lernen muss es attraktive Angebote geben. Von der Krippe über Kindergarten und Grundschule bis zur Isarnwohld-Schule bietet Gettorf seinen Kindern ein umfassendes und qualitativ hochwertiges Bildungsangebot. Möglichst langes gemeinsames Lernen und Durchlässigkeit der Schulzweige in beide Richtungen sind zentrale Bestandteil von Bildungsgerechtigkeit.

Das offene Ganztagsangebot an der Gettorfer Grundschule stößt längst an seine Grenzen. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Rahmenbedingungen der Betreuung gesteigert, die Interessen berufstätiger Eltern berücksichtigt und die Raumprobleme gelöst werden, damit auch in Zukunft kein Kind abgewiesen werden muss.

Wir stehen für eine Politik, die sich gegen soziale Spaltung wendet und für Chancen­gleichheit eintritt. Niemand darf ausgegrenzt werden, egal ob arbeitslos, wohnungs­los, Zuwanderer, alt, alleinerziehend, kinderreich, behindert oder krank. Alle gemeindlichen Einrichtungen sollten hinsichtlich ihrer Nutzbarkeit barrierefrei hergestellt werden. Berufstätige Mütter und Väter müssen sich darauf verlassen können, dass die Betreuung ihrer Kinder gewährleistet ist. Deshalb setzen wir uns auch in Zukunft uns für die Schaffung und den Ausbau von bedarfsgerechten und bezahlbaren Betreuungsplätzen in Krippen, Kindergärten, Horten und bei Tages­müttern ein. Dem ständig steigenden Bedarf an Nachmittags- und Ferienbetreuung wird mit entsprechenden Angeboten nachgekommen. Nun gilt es, auch weiterhin eine hohe Qualität der Betreuungsangebote sicherzustellen.

Gettorf braucht hochwertige, aber zugleich bezahlbare Mietwohnungen in aus­reichendem Umfang. Die Zahl älterer Menschen wird weiter zunehmen. Darauf sollte gerade Gettorf als Unterzentrum mit überschaubaren Strukturen reagieren. Wir unterstützen die Förderung und den Ausbau der mobilen Altenpflege, um Senioren eigenständiges Wohnen zu ermöglichen, und fordern für Senioren geeignete, zentrumsnahe Wohnungen.

Wir setzen uns dafür ein, die Bürgerstiftung Dänischer Wohld bekannter zu machen. Menschen erhalten so die Gelegenheit, sich vor Ort einzubringen und für die Unterstützung gemeinnütziger Zwecke zu spenden.

Kommunalpolitik sollte nach dem Wohl der Bürger, nicht nach den Interessen Einzelner ausgerichtet werden. Damit die Wünsche der hier lebenden Menschen schnell und direkt in der Politik ankommen, müssen wir mehr Gettorfer*innen motivieren, sich aktiv in das politische Geschehen einzumischen. Darum gilt es, den Dialog zwischen Politik und Bürgerschaft unabhängig von Sitzungen zu verbessern und Entscheidungen transparenter zu machen.

Für eine verbesserte Bürgerbeteiligung und -information wollen wir

  1. eine Einwohnerversammlung, die regelmäßig an einem bestimmten Tag im Jahr z. B. bei einer Ehrenamtsmesse stattfindet,
  2. einen digitalen „Briefkasten“ der Gemeinde, der als solcher auch zu erkennen ist. Dort ist Platz für Anregungen, Kritik und Wünsche, die regelmäßig an Verwaltung und Politik weitergeleitet werden. Eine zeitnahe Rückmeldung ist sicherzustellen.
  3. die Organisation von „Runden Tischen“ oder Zukunftswerkstätten für Themen aus dem digitalen Briefkasten oder größere Projekte, bevor über diese auf politischer Ebene abgestimmt wird. Diese Informationen sollten über ein öffentliches Infoterminal im Rathaus auch Menschen ohne Internetzugang zugänglich sein.

Lebensqualität

Die Lebensqualität vor Ort wird maßgeblich beeinflusst von den Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Die Gettorfer Kulturlandschaft entwickelt sich seit einiger Zeit sehr erfreulich: Die Bücherei und der Verein Wohlder Kultur veranstalten Lesungen, die Volkshochschule Gettorf hält historische und landeskundliche Vorträge, in der St. Jürgen-Kirche finden regelmäßig erstklassige Konzerte statt, die „Offene Bühne“ in La Piazza im Sportpark bietet lokalen Musikern ein Forum, die Eichstraße wird durch eine Galerie aufgewertet, um nur einige Neuerungen der vergangenen Jahre zu nennen.

Die weiterhin vakante Stelle des oder der Kulturbeauftragten sollte finanziell besser ausgestattet werden, damit ein abwechslungsreiches und ansprechendes Kulturleben in der Gemeinde koordiniert und unterstützt werden kann. Der von den Grünen geforderte Terminkalender der Gemeinde Gettorf ist nun online einsehbar und kann von allen Vereinen und Institutionen zur Bekanntmachung ihrer Veranstaltungen genutzt werden.

Wir setzen auf einen naturverträglichen Tourismus und erschwingliche Freizeit­angebote für Alle. Attraktive Freizeitangebote leisten in Gettorf als Zentrum des Urlaubsgebietes Dänischer Wohld außerdem einen wertvollen Beitrag zur Förderung des Tourismus – was nicht zuletzt der Gettorfer Wirtschaft zu Gute kommt.

Der Ausbau des Rad- und Wanderwegenetzes in Gettorf und Umgebung liegt uns natürlich besonders am Herzen. Darum setzen wir uns für einen „Lehrpfad“ entlang Gettorfs geschützter Biotope ein. Eine Freizeitkarte, die neben allen Rad- und Wanderwegen auch die Sehenswürdigkeiten von Gettorf und Umgebung beschreibt sowie die öffentlichen Verkehrsverbindungen und Fahrpläne, kann die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung vor Ort in komprimierter Form darstellen.

Sport kann die Lebensqualität maßgeblich verbessern. Wir sind bestrebt, best­mögliche Voraussetzungen für sportliche Aktivitäten aller Art, ob im Verein oder unabhängig ausgeübt, zu schaffen. Dazu gehört auch die ebenso konstruktive wie kritische Prüfung einer Zusammenführung weiterer Angebote im Sportzentrum am Sander Weg.

Wir arbeiten permanent daran, weitere Räumlichkeiten (wie zum Beispiel KuBiZ, Bürgerzentrum/ehemaliges Haus der Jugend) für Veranstaltungen zu öffnen, um das Kulturangebot stärker zu fördern. Geeignete Räume sollen von allen Einwohnern gegen geringe Unkosten genutzt werden können, z. B. auch als Proberäume für Theater- oder Musikgruppen. Vereine und Verbände bieten umfangreiche Freizeit­angebote. Wir werden uns dafür einsetzen, dass diese ehrenamtliche Leistung durch die Gemeinde noch stärker gewürdigt und gefördert wird.

Wir streben eine Überarbeitung der „Richtlinie zur Förderung von Kunst, Kultur, Sport und Gemeinwesenarbeit in der Gemeinde Gettorf“ an. Mit diesem Geld wird zu oft die „Anschaffung bzw. Instandhaltung von Gebäuden, Anlagen, Ausstellungs­gegen­stän­den, Materialien oder Geräten möglich“ gemacht, wie es unter 3. Schwerpunkte der Förderung heißt. Mit dem Geld sollte weniger in Hardware als vielmehr in Projekte investiert werden, die einen Beitrag zur Verbesserung unseres Gemeinwesens leisten.

Wirtschaftsentwicklung

„Wohnen – Arbeiten – Leben möglichst an einem Ort“ ist ein Grundsatz unserer Politik. Das fördert auch die örtliche Wirtschaft. Dabei können positive Impulse gerade von einem nachhaltigen Umgang mit der Natur und den Ressourcen ausgehen.

Wir werden die folgenden Schwerpunkte setzen:

  1. Ansiedlung weiterer Unternehmen im Gewerbegebiet und in der Fußgängerzone im Ortskern unter Berücksichtigung der Anzahl neu geschaffener Arbeitsplätze, der Nachhaltigkeit und der Orientierung am Gemeinwohl.
  2. Aufklärung der Bürger über den Klimaschutz und die Möglichkeiten, bei ihren Häusern Energie einzusparen. Die erforderlichen baulichen Maßnahmen fördern das örtliche Handwerk.
  3. Aufwertung der Grünflächen sowie Unterstützung von Freizeitangeboten, die neben der Steigerung der Lebensqualität eine Förderung des Tourismus bedeuten.
  4. Schnelles Internet für ganz Gettorf.

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