Beitrag der Gettorfer GRÜNEN in der „Flüstertüte“ Nr. 265 vom Mai 2026
Es muss kein Jahrhundertereignis sein. Manchmal genügen 30 Minuten intensiven Regens, um Keller volllaufen zu lassen, Straßen in kleine Bäche zu verwandeln oder Grundstücke unter Wasser zu setzen. Starkregenereignisse – also kurze, extreme Niederschläge – entstehen grundsätzlich überall. Und sie nehmen zu, auch im Amt Dänischer Wohld.
Was das konkret bedeutet, hat Miriam Hentrich, Klimaanpassungsmanagerin beim Kreis Rendsburg-Eckernförde, kürzlich im Amtsausschuss Dänischer Wohld eindrücklich dargelegt. Denn während es beim Klimaschutz darum geht, die Erderwärmung zu begrenzen, bereitet man sich bei der Klimaanpassung auf die Folgen vor, die schon jetzt spürbar sind: Mehr Hitzetage, häufigere Starkregen, sinkende Grundwasserstände, stärkere Sturmfluten. Das ist die Gegenwart, in der wir als Gemeinden planen müssen.
Wo steht das Wasser?
Deutlich wird das auf der Hinweiskarte „Starkregengefahren“ des Bundesamtes für Kartographie und Geodäsie (BKG), die seit Herbst 2024 für ganz Schleswig-Holstein verfügbar ist. In der Simulation zeigt sich: Häufig sammelt sich das Wasser in wenig bebauten Senken und Grünflächen. Aber auch unsere Wohngebiete bleiben nicht verschont. Wie es vor der eigenen Haustür aussehen könnte, kann jede und jeder auf der Karte prüfen.
Was können wir tun?
Viele Maßnahmen sind naheliegender, als man denkt: Schulhöfe und Spielplätze beschatten, Fassaden begrünen, Flächen entsiegeln, Regenwasser versickern lassen statt ableiten, Vorgärten begrünen statt bepflastern – es gibt viele Möglichkeiten.
Der Kreis Rendsburg-Eckernförde fördert solche Maßnahmen über seinen Klimaschutzfonds – für gemeinnützige Einrichtungen und Vereine. Und auch für private Hausbesitzer gilt: Wer jetzt vorsorgt, spart morgen ein Vielfaches an Folgekosten. Wer mehr wissen möchte oder Beratung sucht, kann sich direkt an Miriam Hentrich beim Kreis Rendsburg-Eckernförde wenden.